Viele Einrichtungsgegenstände wurden gestiftet: Ein Tisch, zwei Bänke, Waschnapf, Seife, Bürsten, Handtücher, Kleiderreck, Tischdecke usw..

 

So macht unser Unterkunftsraum schon heute den Eindruck eines Wohnraumes. Nachdem bisher für das Praktische und Nötige gesorgt ist, denken wir nunmehr daran, ihm durch Schmuck den Eindruck des Behaglichen, Wohnlichen zu geben. Wir alle freuen uns, nunmehr dicht an den Tümpeln einen Raum zu haben, in dem ir uns umkleiden und säubern können, in dem wir unsere Geräte unterbringen können, in dem wir in aller Ruhe gleich an Ort und Stelle Pflanzen und Tiere bestimmen können, wir haben ein schönes Ziel für unsere Familienspaziergänge, wo wir uns ungestört mit Frau und Kind an den wundervollen, stets wechselnden Landschaftsbildern unseres Tümpelgebiets erfreuen können.

 

Über all` diesem Schönen wollen wir Mitglieder aber nicht vergessen, daß unsere Aufgabe nicht ist, uns hier zu einem behaglichen Schwatz zu versammeln, sondern wir wollen in ernster Arbeit die reiche Flora und Fauna dieses Gebietes möglichst gründlich kennenlernen und pflegen. Auf Vorschlag des Vorsitzenden wurde beschlossen unserem Unterkunftsraum den Namen "TÜMPEL-BUDE" zu geben.

 

Als Mitglieder wurden aufgenommen: Oberlehrerin Fräulein Boßmann und Herr Zähres, Besitzer einer zoologischen Handlung hier. Der Wunsch, nach einer vereinseigenen Aquarien- u. Terrarienanlage konnte dann Anfang der 30er Jahre in Angriff genommen werden. Mit viel Mühe und Fleiß wurde eine herrliche Anlage, die viele Bewunderer fand auf dem Gelände der Gaststätte Becker an der Aktienstr. errichtet und 1932 der Öffentlichkeit vorgestellt. Aber schon kurz darauf deutete sich die ganz große Gelegenheit einer Aquarien- und Terrarienausstellung im zum Abriß anstehenden Stammhaus der Familie Hugo Stinnes an der Delle an.

 

Das historische Gebäude (an der Delle) mit dem angegliederten großen Palmenhaus, den Mülheimern als ”Löwenhüsken” bekannt, war hierfür geradezu hervorragend geeignet. Das Vereinsmitglied Dr. Kramer erreichte in Gesprächen mit der Fam. Stinnes dankenswerter Weise deren Zustimmung. Damit war die wichtigste Voraussetzung für eine Ausstellung geschaffen. Die Vorbereitungen, der zunächst auf acht Wochen geplanten Ausstellung, wurde von den Mitgliedern in Angriff genommen. Becken und Inventar sollten von den Mitgliedern gestellt werden, zum Teil auch aus der Vereinsanlage Aktienstr.

 

Durch weiteres großzügiges Entgegenkommen der Fam. Stinnes wurden die besten Voraussetzungen zum Gelingen geschaffen. Während des Aufbaues, der von den Mitgliedern in unglaublicher Anstrengung und intensiver Arbeit durchgeführt wurde, hoffte man schon auf einen längeren Bestand der Ausstellung. Zu hoch war der Aufwand an Zeit und Material, um nach acht Wochen alles wieder abbauen zu müssen. Im Oktober 1932 war es dann soweit. Die Ausstellung wurde in Anwesenheit vieler Bürger, darunter auch zahlreiche Prominente aus Nah und Fern, vom damaligen Vereinsvorsitzenden Niemann eröffnet. Dr. Kramer legte dann dem interessierten Publikum die Ziele der gelungenen Ausstellung dar.

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